Presse > Darmkrebs Daten & Fakten

Daten & Fakten zur Früherkennung von Darmkrebs

52. 000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Darmkrebs. Die Krankheit betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Sie ist nach Lungenkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung.

30. 000 der Betroffenen sterben an ihrer Erkrankung, das sind fast 60 Prozent. In den USA ist es gelungen, durch konsequente Aufklärung die Sterblichkeit auf 35 Prozent zu senken! Dies ist auch das Ziel namhafter Experten für Deutschland, die die Münchner Erklärung unterschrieben haben, die auf dem Workshops der Burda Stiftung am 24. März in München vorgestellt und diskutiert wird.

Das Risiko eines Deutschen, im Laufe seines Lebens an Darmkrebs zu erkranken, beträgt 6%. 70% aller Diagnosen werden im Alter zwischen 50 und 80 gestellt. 7% aller Darmkrebspatienten erkranken vor dem 50. Lebensjahr, weil sie ein vom Alter unabhängiges, meist familiär bedingtes Risiko haben.

Darmkrebs kann erblich sein. Bis zu 30% der Erkrankungen gehen auf eine familiäre Veranlagung zurück. In diesen Fällen sind auch junge Menschen stark gefährdet.

Darmkrebs ist heimtückisch. Der Krebs wächst langsam. Deutliche Symptome wie Schmerzen oder Blut im Stuhl machen sich oft erst spät bemerkbar, wenn der Tumor schon Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen gebildet hat. Die Hälfte der Patienten hat bei der Diagnosestellung bereits Metastasen (meist in der Leber), die Heilungschancen sind dann sehr gering.

Über Darmkrebs wird nicht gesprochen. Im Vergleich zu anderen Tumoren (Haut, Brust, Lunge, etc.) befällt er ein Organ, über das es uns schwer fällt zu sprechen. Diese Tabuisierung macht Darmkrebs noch gefährlicher!

Darmkrebs kann vermieden werden. Durch eine regelmäßige Darmspiegelung (nur alle 5-10 Jahre notwendig) kann die Entstehung von Darmkrebs fast völlig ausgeschlossen werden. Bei jeder dritten Darmspiegelung (Koloskopie) wird eine krankhafte Veränderung festgestellt. Oft handelt es sich dabei um Polypen. Diese gutartigen Vorstufen verwandeln sich später mit hoher Wahrscheinlichkeit in Krebs und müssen deshalb frühzeitig entfernt werden!

Darmkrebs ist heilbar. Wird ein Tumor frühzeitig entdeckt, kann der Patient durch Operation meist vollständig geheilt werden.

Eine Darmspiegelung ist harmlos. Die Untersuchung selbst dauert nur wenige Minuten. Zur Vorbereitung wird der Darm durch sanfte Abführmittel gereinigt.

Das Darmkrebsrisiko kann verringert werden. Eine gesunde Ernährung mit viel Ballaststoffen sowie die Vermeidung von Übergewicht und Alkohol verringert das Risiko der Erkrankung.

Unterschätzen Sie nicht das Risiko!
Gehen Sie zur Früherkennung!

FELIX BURDA STIFTUNG

MÜNCHNER ERKLÄRUNG

PRESSE

WEITERE INFORMATIONEN
ZU DARMKREBS