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Neue Früherkennungsmehoden
Neue Diagnosemethoden, die allerdings noch in der Testphase sind, versuchen, die Unbequemlichkeiten, die mit der Koloskopie, und die Ungenauigkeiten, die mit dem Stuhltest verbunden sind (auch Zahnfleischbluten oder Hämorrhoiden können Blutauflagen des Stuhls veursachen), zu umgehen.
Um exaktere Ergebnisse zu bekommen, wird aktuell an verschiedenen Ansätzen geforscht. Zwei davon stellen wir kurz vor:
Virtuelle Koloskopie
Im Gegensatz zur konventionellen Darmspiegelung mit dem Koloskop werden bei der virtuellen Variante keinerlei Instrumente in den Darm eingeführt. Die Darmschleimhaut wird mit einem Spiral-Computertomographen oder einem Kernspintomographen aufgenommen. Man erhält zunächst zweidimensionale Bilder des Darminneren, die mittels eines 3D-Programms in dreidimensionale Bilder umgewandelt werden. Der Arzt kann sich dann virtuelle durch den gesamten Darm vorarbeiten und jede Unregelmäßigkeit erkennen.Diese Methode ist außerordentlich genau. Einer wissenschaftlichen Studie zufolge konnten mit Hilfe der virtuellen Koloskopie 96 Prozent aller Darmpolypen mit einer Größe von mehr als zehn Millimetern entdeckt werden.Um sie zu entfernen, muss dann allerdings dennoch das Koloskop eingeführt werden.
DNA-Stuhltest
Mit Hilfe eines in der Mayo Klinik in Rochester (Minnesota) entwickelten DNA-Tests ist es möglich geworden, Krebserkrankungen des Dickdarms und des Mastdarms in frühen Stadien aus einer Stuhlprobe zu diagnostizieren. Ähnlich wie für den Hämokkult-Test genügt eine einzelne Stuhlprobe für die Diagnose. Die Dickdarmzellen, die sich in der Stuhlprobe befinden, werden auf Mutationen der Erbsubstanz und auf frühe Krebsstadien untersucht. Derzeit werden mit dem Test sieben Gene auf Mutation überprüft, bei denen bekannt ist, dass sie an der Entstehung des Kolonkarzinoms beteiligt sind. Dazu gehört auch das Gen p53, das die kontrollierte Zellteilung überwacht. Fällt dieser Kontrollmechanismus aus, kommt es zur Häufung genetischer Veränderungen in diesen Zellen und zu abnormem Zellwachstum.
Ergebnisse einer ersten Studie mit dem DNA-Test belegen: der Test ist so zuverlässig, dass er in Zukunft vielleicht den ungenauen Hämokkulttest ersetzen kann. Im Moment wird der DNA-Test in den USA in einer multizentrischen Studie an 3000 Patienten mit durchschnittlichem Risiko für ein kolorektales Karzinom erprobt.

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