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Familiär bedingtes Risiko

Die Forschung geht davon aus, dass bis zu 30 Prozent der Darmkrebserkrankungen auf eine Vererbung zurückzuführen sind. In diesen Familien kommen gehäuft Darmpolypen und -tumore und/oder eine Reihe anderer Krebserkrankungen (Brust-, Gebärmutter-, Eierstock-, Magen-, Nieren-, Blasen-, Hirntumore) vor. Menschen aus diesen Familien haben bereits von Geburt an Veränderungen am Erbgut (Genmutationen), die sie für die Entwicklung von Darmkrebs disponieren. Sie vererben den genetischen Defekt auch an ihre Nachkommen weiter.

Für etwa 7 bis 10 Prozent der familiär bedingten Darmkrebserkrankungen sind die beteiligten Genmutationen bekannt und lassen sich im Einzelfall nachweisen. Es sind dies:

  • die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP): Menschen mit dieser Veranlagung entwickeln schon früh eine sogenannte Polypose. Bei ihnen wachsen im Dickdarm hunderte kleiner Polypen (gestielte Schleimhautgeschwülste) heran, die zu Tumoren entarten können. Auf diese Form sind weniger als ein Prozent der DickDarmkrebserkrankungen zurückzuführen.

  • die familiäre nicht polypöse Form des Dickdarmkarzinoms (HNPCC oder auch Lynch-Syndrom genannt).

Bei den übrigen 20 Prozent von Darmkrebserkrankungen, die auf Vererbung zurückgehen, kennt man die beteiligten Genkombinationen noch nicht.

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